Dar Gnawa – Afrikanischer Sonntag

konzept: Rabii Harnoune, Elena Viktorovna Stromberger
Anmeldung unter:

rabii.derdba[at]gmail.com | dargnawa.info[at]gmail.com | kulturquARTier.ffm[at]gmail.com

Kosten:

25€ | 10€ ermäßigt | Kinder U13 kostenfrei

Der Afrikanische Sonntag..
ist eine Plattform für gemeinschaftliches und familiäres Kennenlernen von verschiedenen Afrikanischen Kulturen, mit dem Fokus auf Musik, Tanz, Kunsthandwerk, trad. Küche und Lebensstil. In Kooperation mit Kulturschaffenden und -bewahrenden sollen diese kulturellen Güter mit- und füreinander geteilt werden. Dies ermöglicht die Eröffnung eines Fensters zwischen zwei Welten – zwischen Europa und Afrika.

Dar Gnawa, wortwörtlich übersetzt Gnawahaus, wird das kulturelle und spirituelle Zentrum der Gnawa-Gemeinschaft bezeichnet. Es ist die Inspirationsquelle für dieses Konzept sowie für eine Reihe von Veranstaltungen, Workshops und Kursen im KulturquARTier.

WELCHE INSTRUMENTE WERDEN GESPIELT? WIE WERDEN SIE HERGESTELLT? WELCHE KLEIDUNG WIRD GETRAGEN UND WIE FÜHLT DIESE SICH AN? WAS WIRD FÜR DIE TRADITIONELLE TRANCEZEREMONIE GEKOCHT UND WAS SIND DAS EIGENTLICH FÜR SCHRÄGE KOCHKEGEL? WAS IST EINE GNAWA LILA? WELCHE RITEN WERDEN DURCHGEFÜHRT UND WARUM? WAS WIRD GESUNGEN? WELCHE GESCHICHTE VERBIRGT SICH HINTER TEXT UND TANZ?

Dar Gnawa ist ein kleines Fenster, durch welches man auf eine erfolgreiche Fusion von Kulturen schauen kann.  All dies wird im Rahmen dieses Workshops unter Anleitung des Gnawa-Lehrers Rabii Harnoune erkundet. Die maximale Teilnehmer*innenzahl liegt zur Zeit bei 15 Personen, daher bitten wir um eine vorherige Anmeldung per Mail.

Der Workshop kann nur stattfinden, sofern die aktuellen Corona Einschränkungen dies zulassen und alle Teilnehmer*innen sich an gängige Mund-Nase-Schutz-, Hygiene- und Abstandsregelungen halten. Wir bitten dies zu respektieren.

zur Geschichte:

Die Gnawa Kultur hat eine lange Entstehungsgeschichte, sie war zu Zeiten bedroht in Vergessenheit zu geraten, und doch gewann sie erst jüngst wieder an Aufmerksamkeit, schaffte es durch ein wachsendes Interesse vor allem von internationalen Musiker*innen und Ethnolog*innen wieder Anklang zu finden. Ende letzten Jahres ernannte die Organisation UNESCO Gnawa zum Weltkulturerbe.

»Gnawa« wird die Community bezeichnet, deren ursprünglichen Familiengenerationen von Imperialisten versklavt wurden und aus diesem Grund zur Zeit der Kolonialisierung, sowie in Zeiten der Inlandskriege, von Zentral- nach Nordafrika flohen. Diese Menschen gehörten verschiedenen (Ur-) Völkern an, welche unter anderem Haussa, Bambara und Swahili sprachen und zum Teil noch heute sprechen. Sie stammten aus dem Zentralafrikanischen Gebiet, das vom Kongo bis nach Mali reichte, hatten diverse Lebensstile, Riten und Glaubensrichtungen. Im Marokkanischen Königreich trafen sie auf vormalige musische Kulturen und verschmolzen zum Kulturgut der Gnawis. Der Grundstein für diese erfolgreiche Ausbildung war die grundsätzliche Toleranz gegenüber Multikulturen im muslimisch geprägten Königreich Marokko. Durch diesen Grundstein haben sich im gesamten Land zahlreiche, spirituelle Vereinigungen ausgebildet, unter anderem das sogenannte »Dar Gnawa«.