mosaik&talk

Digitales Projekt zur Förderung von Künstler:innen aus dem Raum Frankfurt/Rhein-Main
Konzept:

Elena Viktorovna Stromberger

Umsetzung

Koraltan Kaynak, Eileen Helm

Anlässlich des 2. Lockdowns in Frankfurt von Oktober 2020 bis April 2021 haben wir ein neues digitales Projekt explizit für Künstler*innen und Kulturschaffende verschiedener Disziplinen aus Frankfurt und dem Rhein-Main Gebiet entwickelt, welches sowohl das Überleben des Vereins während der Wintersaison, als auch das der jungen Kunst- und Kulturschaffenden, die auf Auftrittsmöglichkeiten angewiesen waren, ermöglichte. Im Zwei-Wochen-Takt wurden über die Monate Januar, Februar, März und April hinweg Einzel-Künstler*innen oder Gruppen zu einem Interview eingeladen, im Anschluss präsentierten sie ihre Künste. Sowohl das Interview, als auch die Performation wurden mit Film und Ton aufgezeichnet und im Laufe der folgenden Wochen veröffentlicht. Zielgruppe dieses Projekts waren vor allem die Interviewten selbst. Es sollten vor allem junge und/ oder aufstrebende Kulturschaffende interviewt werden und die Möglichkeit auf eine virtuelle Bühne oder Leinwand erhalten. Ihre Projekte adressierten verschiedene junge Menschengruppen aus dem Raum Frankfurt/ Rhein-Main und erreichten durch die digitale Darstellung sogar ein weltweites Publikum.

Warum ist eine öffentliche und weltweite Präsenz wichtig für aufstrebende Kulturschaffende?

Gerade in Zeiten der Pandemie wurde deutlich, wie wichtig die Digitalisierung für kulturschaffende Menschen ist um den sozialen Kontakt zu den Zuschauer*innen, Zuhörer*innen und Kunstliebhaber*innen während eines Lockdowns zu wahren.

Ein Lockdown ist vor allem für die Kulturszene ein schwerer Schlag. Allein die Winterzeit bedeutet für viele Kultureinrichtungen, dass sie ihre Spielstätte auf Eis legen mussten, weil die Räumlichkeiten Präsenzveranstaltungen unter den derzeitigen Bedingungen – seien es Maskenpflicht oder Abstandregelungen – nicht für Gruppen über 5 Personen gewährleisten konnten. Solche Zustände führten unter Umständen zur Schließung von Spielstätten. Dies betraf nicht zu geringem Maße auch das KulturquARTier Frankfurt. Während der Sommerphase war es dem Verein gelungen, einige Präsenzveranstaltungen im Außenbereich anzubieten, doch bereits die ersten Herbstböen gegen Ende August haben gezeigt, dass der Verein seinen Besucher*innen und Künstler*innen diesen „Luxus“ nicht mehr länger bieten konnte.

Ein digitales Projekt, wie „mosaik&talk“ ermöglichte mit Unterstützung des Kulturamts Frankfurt die Fortführung der Kulturarbeit des Vereins.

Die Ergebnisse dieser Interview-Reihe können auf unserem YouTube-Kanal eingesehen werden. Wir freuen uns über einen Daumen hoch, Kommentare und Anregungen.